P-Seminar in Rom

Papst Franziskus bedankt sich bei Kollegsschülern

 

Die Schülerinnen und Schüler des Projektseminars Katholische Religion, die in diesem Jahr eine Solidaritätsaktion für die verfolgten Christen durchführten und 10.728 Unterschriften für ein vermehrtes Engagement Deutschlands sammelten, durften am 07. Oktober ihr Projekt im Stephanuskreis des Deutschen Bundestages präsentieren und das Ergebnis überreichen. (Siehe Bericht vom ... ). Da die gesammelten Unterschriften neben ihrer politischen Zielrichtung letztendlich auch ein großes Zeichen der Solidarität und des guten Willens vieler Menschen waren, kam die Idee auf, sie in Kopie auch dem Hl. Vater in Rom zum Geschenk zu machen. Dieser habe im Laufe seiner Amtszeit als Papst die Gläubigen immer wieder aufgerufen, die verfolgten Schwestern und Brüder nicht zu vergessen – erklärt Pater Christian Hamberger, der die Schülergruppe als Lehrkraft begleitet. Die Seminarteilnehmer wollten es sich nicht nehmen lassen, dieses „Geschenk“ persönlich im Vatikan vorbeizubringen. Christian Rothmund aus Unterroth hatte dabei die Aufgabe dem Kirchenoberhaupt die Unterschriften, einen persönlichen Brief und ein Gruppenfoto zu überreichen. Vorbei an vielen dicht gedrängten Pilgern kämpfte er sich bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz bis zur ersten Absperrung durch – in der Hand einen Passierschein für einen besonderen Platz in der Nähe des Papstes. „Ich wurde von einem netten Gardisten der Schweizer Garde durch den Vatikan hinter dem Papstbaldachin auf meinen Platz gebracht“ - erzählt Christian Rothmund. Nach dem offiziellen Programm schreitet der Papst die „prima fila“ ab. Mit dem Zeigefinger auf dem Gruppenfoto erläuterte der Oberstufenschüler dem Hl. Vater: „Ich bin vom Kolleg der Schulbrüder aus Illertissen und habe zusammen mit meinen Mitschülern  eine Gebets- und Solidaritätsaktion für die verfolgten Christen durchgeführt. Wir haben über 10.000 Solidaritätsunterschriften gesammelt, die wir Ihnen gerne übergeben möchten“. Papst Franziskus lächelt, liest den beigefügten Brief und wendet sich an den Jugendlichen in Deutscher Sprache: „Vielen Dank für euren Einsatz!“. Zum Schluss der Begegnung bat der Papst darum, für ihn zu beten und versprach den Kollegsschülern: „Ich bete für euch und euer Projekt“.

 

Die anderen Seminarteilnehmer konnten diese Begegnung indes vom Petersplatz aus beobachten. Als Christian Rothmund zu ihnen zurückkehrt, meinte dieser „Ich muss erst noch mein Adrenalin abbauen“ – bevor er sich der Frage der gespannten Mitschüler stellte: „WIE WARS?“. „Es war zunächst ein großartiges Gefühl, von der Erhöhung auf die mehreren zehntausend Menschen auf dem Petersplatz schauen zu können und deren Jubelrufe zu hören“, erzählt Christian. „Die Atmosphäre ist, sobald der Papst in der Nähe ist, eine außergewöhnliche!“ Dem Papst so nahe zu kommen, war für ihn eine große Ehre und ein unglaubliches Ereignis zugleich!

 

PSem