Wallfahrt der Schulfamilie in den Bayerischen Wald

Nach den letztjährigen Zielen „Thüringen, „Bamberg und Fränkische Schweiz“, Trier und Israel boten Pater Christian und Frau Juwitha Ziegler zum fünften Mal eine Wallfahrt für die ganze Schulfamilie an. Schüler aller Jahrgangsstufen, Eltern und Geschwister, sowie Lehrkräfte waren nach den Osterferien zu einer geistlichen Fahrt in den Bayerischen Wald eingeladen.

121 Personen machten sich am Samstag, den 3. Mai mit zwei Bussen auf den Weg zum Bogenberg, den ältesten Marienwallfahrtsort Bayerns - bekannt für die Pfingstwallfahrt, bei der eine 13 Meter hohe Kerze über viele Kilometer zum Bogenberg getragen wird. Die Pilgergruppe feierte in der Wallfahrtskirche gemeinsam eine feierliche Maiandacht zu Ehren der Patrona Bavariae. Dabei wurde auch die Pilgerkerze (siehe Bild rechte Seite) entzündet, die von Frau Ziegler aufwendig gestaltet und mit der Aufschrift „Kolleg der Schulbrüder 2014“ versehen worden war. Die bunten Wachsmosaiksteinchen versinnbildlichen die „bunte“ Schulgemeinschaft.

Die Abtei Windberg, das Mutterkloster von Roggenburg, war die nächste Station. Einige Teilnehmer freuten sich, beim gesungenen Mittagsgebet der dortigen Prämonstratenser im Chorgestühl teilnehmen gedurft zu haben, nachdem Abt Hermann-Josef Kugler die ganze Pilgerschar begrüßt hatte.

Nach einer Mittagspause in der alten Herzogs– und Römerstadt Straubing hieß es auf den Spuren des „bayerischen Nostradamus“ zu wandeln. Gemeint ist damit der ehem. Klostermüller Matthias Lang - alias „Mühlhiasl“, der im 18. Jahrhundert zahlreiche Prophezeiungen über die kommenden Weltkriege und der heutigen Zeit gemacht hat.

Für Heiterkeit sorgte das Einchecken in der Unterkunft, denn der verschachtelte Hotelkomplex in St. Engelmar sorgte trotz gutgemeinter Ansagen der Rezeptionsdame für minutenlanges Suchen der eigenen Zimmer.

Am Sonntag Morgen begrüßte strahlender Sonnenschein die Wallfahrtsgruppe aus Illertissen, die in Richtung Bodenmais aufbrach, um auf dem Silberberg eine Bergmesse zu feiern. Zwei Drittel der Teilnehmer beschlossen, den Berg zu Fuß zu erklimmen, während der Rest eine Gratis-Fahrt mit dem Sessellift in Anspruch nahm. Eine Gesangsgruppe aus dem Heimatort von Pater Christian gestaltete zum authentischen Erleben den Gottesdienst mit der „Waidler-Messe“ musikalisch. Die wunderschöne Aussicht, die Musik und die Nähe Gottes sorgten bei einigen Pilgern für Tränen in den Augen.

Im Anschluss an die hl. Messe standen die Besichtigung des Silberbergwerks, eine kleine Wanderung oder die Ortschaft Bodenmais mit seiner Glasbläserei und vielen Glasgeschäften zur Wahl.

Nach einem Abstecher in Pater Christians Heimatort begann die Rückreise in Richtung Schwaben.

„Es kam eine Wärme und Tradition bei mir und meinem Sohn an, die uns total überwältigt hat“ - berichtet eine Mutter nach der Wallfahrt. Und eine andere schreibt einige Tage nach der Fahrt: „Wir reden fast täglich von irgend einem Highlight der Wallfahrt!“

Fachschaft Kath. Religion