Großer Festgottesdienst mit Domsingknaben zum La Salle-Fest

Auch nach der Ära der Schulbrüder gibt es in Zukunft das Stifterfest am Kolleg. Um diese Tradition neu zu verankern, wurde im Rahmen eines feierlichen Festgottesdienstes des hl. Johannes von La Salle und aller verstorbenen Schüler, Lehrer und Schulbrüder, die an der Schule Dienst taten, gedacht. Die Messe begann mit einem großen Einzug der 35 jungen Sänger der Augsburger Domsingknaben und der 28 Personen des Altardienstes. Die Kollegskirche war mit etwa 550 Besuchern vollbesetzt. Neben aktuellen Lehrkräften und Schülern sah man auch viele Ehemalige sowie Freunde des Kollegs, die sich der Schule verbunden fühlen.

 

Der Einzug wurde von einem Bläserensemble begleitet. Unter der Leitung von Ulrich Streckmann sangen die Domsingknaben diszipliniert und in höchster Qualität die "Missa Prima in C" von Claudio Grassini sowie das "Cantabo Domino" von Oratio Vecchi und das "Exulate Deo" von Alessandro Scarlatti. Die Sänger ernteten viel Beifall und Lob.

 

Es war ein mehrfaches Zusammentreffen: Zwei Schulwerks-Einrichtungen - Domsingknaben und Schüler des Kollegs - kooperierten bei der Gestaltung der Messe. Aus Wien war eigens der Vizeprovinzial Bruder Paul angereist, um die weiter bestehende Verbundenheit zu zeigen. Die Messe wurde von Pater Christian zelebriert. In seiner Predigt betonte er die Aktualität der Prinzipien von Johannes von La Salle, denn dieser habe für die Verbindung von "Wissen" und "menschlicher Qualität" gestanden, was in Zeiten heutiger politisch geprägter Schulreformen auch zum Vorbild tauge. Beide Faktoren seien darüber hinaus auch Dinge, die in der hl. Schrift als Gottesgeschenke vor die Augen gestellt werde - wofür sich aber der Mensch öffnen müsse.

 

Nach der hl. Messe gab es in der Mensa mit Bewirtung durch die Schülerfirma S.E.M.F. noch die Möglichkeit zum gemütlichen Beisammensein und zur Begegnung zwischen den Gästen aus Augsburg und den Illertissern. Im Freien sangen die Domsingknaben außerdem einige Zugaben aus ihrem reichen Repertoire.

Helmut Frank