Fortbildung für Religionslehrer

 

Fortbildung für Religionslehrerinnen und -lehrer am Kolleg

- ökumenisch und schulartenübergreifend-

 

Eingeladen waren am 08.11.2012 alle ReligionslehrerInnen am Schulstandort Illertissen und aus der Umgebung, die zum Thema "Firmung" im Religionsunterricht an einer erfahrungs- und handlungsorientierten Fortbildung interessiert waren. Der ehemalige Leiter des Schulreferats der Diözese Augsburg, Herr Ludwig Rendle, der als Referent wegen seiner praxisnahen religionsdidaktischen Kompetenzen sehr bekannt und gefragt ist, erfüllte alle Erwartungen der evangelischen und katholischen TeilnehmerInnen aus den drei Schularten Mittel- und Realschule sowie Gymnasium.

Warum "Firmung im Religionsunterricht?" hieß das Thema, das auch unabhängig von der Firmung differenziert in anderen Zusammenhängen im RU der Sek I eingesetzt werden kann. Denn Gemeindekatechese und Religionsunterricht präsentieren sich als unterschiedliche Lernorte des Glaubens mit je verschiedenen Zugängen und Aufgaben und die Sakramente sind auch immer Themen des RU. Da die Religionsbücher aufgrund der unterschiedlichen Altersgruppen der Firmlinge kein Kapitel und keine Lerneinheit zur Firmung enthalten, haben Herr Rendle und Herr Ludwig Sauter ergänzendes Material für den Religionsunterricht in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 erarbeitet und dazu das Buch "Spirit, Firmvorbereitung in der Schule" konzipiert und geschrieben. In unserer Fortbildung wurden handlungsorientiert konkrete Vorschläge und Anregungen erprobt, wie mit "Spirit" gearbeitet werden kann. Schwerpunkthaft haben die TeilnehmerInnen dabei die Bilder methodisch und didaktisch erschlossen. Es handelt sich um Bilder der Kunst, von Gemälden bis zu Skulpturen, und Realfotos aus der Firmvorbereitung in der Schule und in der Gemeindekatechese. Als Beispiel wären die Werke von Friedensreich Hundertwasser "Das ist der Weg zu dir" (1966) und des indonesischen Künstlers Suryo Indratno "Triptychon" (1997) zu nennen. Mit Arbeitsblättern zu verschiedenen Bildern erprobten die ReligionslehrerInnen Methoden und Verfahren des eigenverantwortungsvollen Lernens der Schüler. Natürlich kamen auch viele individuelle Zugänge zur Erarbeitung und Bewältigung der Themenschwerpunkte hinzu. Der Medienraum Katholische Religionslehre im Kolleg erwies sich wegen des geeigneten und rollbaren Mobiliars für die Arbeitsweise sehr praktikabel, es herrschte durchgehend eine Atmosphäre der Produktivität und Kreativität, wie auch der Schulleiter Herr Schöpplein feststellen musste.

Hubert Limmer