Gebet einer Schülerin in Buch veröffentlicht

Hope“ - Gesammelte Wünsche und Anliegen 

 

Wettbewerb: Martha Gugler aus Vöhringen hat ein Gebet geschrieben

Wer kennt schon Gebete? Okay. Das Vaterunser können  doch die meisten Leute.  Aber dann sind  sie mit ihrem Latein schon am Ende. Gebete  sind doch aus der sprachlichen Steinzeit, wer versteht heute noch ihre Aussage. Vielleicht sollte man sie umschreiben. Oder am besten gleich neue verfassen.  Das hat Martha Gugler (15) aus Vöhringen getan, als Pater Christian am Kolleg der Schulbrüder in Illertissen Flyer über einen Gebetswettbewerb verteilt hat.
 Flyer enden bei Schülern in der Regel als Konfetti oder Flieger im nächstbesten Müll. Sie werden vergessen und mann muss schon mal im tief Gedächtnis graben,um sich daran zu erinnern, wenn man am nächsten Tag darauf angesprochen wird.  

Doch Martha Gugler aus Vöhringen hat den Flyer aufgehoben und überlegt: „Hey, warum eigentlich nicht?“ Gesagt getan: Also hat sie mal ein Gebet aufgeschrieben und an die Diözese Augsburg abgeschickt. Im Laufe der Zeit ist das auch wieder in den Hintergrund geraten und Martha dachte, dass schon entschieden sei und das Buch „Hope“, in dem die Siegergebete vom bischöflichen Jugendamt und dem Schulreferat herausgegeben werden sollten, schon längst erschienen sei. 
Umso größer war die Überraschung,erzählt Martha,  als sie vom Schulleiter Manfred  Schöpplein erfuhr, dass sie zwar nicht unter den Gewinnern war, ihr Gebet aber dennoch  veröffentlicht wird.  Ihr Beitrag hat  der Jury so gut gefallen, dass es trotzdem in das  Buch aufgenommen wurde.  
In ihrem Gebet zählt Martha viele Probleme auf. Es ist ihr erstes aufgeschriebens Gebet, und es  geht ihr  darum, dass Gott Hoffnung gibt, obwohl wir so viele Probleme haben. Mit der Aufzählung möchte sie die Leute ansprechen und denkt, dass sich jeder  bei einem Problem wiederfindet.  
Als Martha noch klein war, wurde sie von ihren Eltern oft in die Kirche und Kindergottesdienste mitgenommen und fand das teilweise ziemlich langweilig. Inzwischen   hat sich aber das eine oder andere geändert: „Ich denke, dass die Kirche wichtig und menschlich ist und viele gute Seiten hat.  Obwohl es natürlich  Probleme und Fehler gibt.“ 
Sie findet, dass ihr ihr Glaube viel hilft und wüsste nicht, was sie ohne Glaube und Gott machen würde. Denn für Martha ist Gott auch ein guter Freund. 
Das Gebetbuch „Hope“ findet sie schön und abwechslungsreich. Auch die anderen Gebete gefallen ihr. Von den  zirka  80  Beiträgen haben  nur 19 gewonnen. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch in der Buchhandlung bestellen. (ISBN: 978-3-941013- 07-0)

 

Hedwig Oschwald